Engagiert am Ort
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Brigitte Vander am Eingang von Klein-Jerusalem

Brigitte Vander am Eingang von Klein-Jerusalem

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Beitrag im Rahmen von "Engagiert am Ort"

Mit Herzblut für besonderen Ort

Interessengemeinschaft kümmert sich um den Erhalt der Kapelle Klein-Jerusalem in Willich-Neersen

An vielen Orten im Bistum Aachen setzen sich Menschen freiwillig für den Erhalt kirchlicher Gebäude ein. So auch in Willich-Neersen, wo sich eine 115 Mitglieder starke Interessengemeinschaft die Erhaltung und Pflege der Wallfahrtskapelle Klein-Jerusalem auf die Fahne geschrieben hat.

„Dieser Ort ist ganz besonders, hier liegen Schwingungen in der Luft“, schwärmt Brigitte Vander. Seit zwei Jahrzehnten leitet sie als Vorsitzende die Geschicke der Gemeinschaft, mit Liebe und Leidenschaft für den spirituellen Erfahrungsraum, den die Kapelle ihren Gästen erschließt: „Hier öffnen sich die Menschen und beginnen, über ihren Glauben zu sprechen.“

350 Jahre alt ist das Kleinod in Neersen und es ist gut in Schuss. Seine faszinierenden Nachbildungen heiliger Stätten aus Bethlehem und Jerusalem bauen Brücken zu den Ursprüngen des Christentums. Brigitte Vander führt Woche für Woche Gruppen durch Ober- und Unterkirche des verschachtelten Gotteshauses. Grundschüler vom Niederrhein zählen ebenso zu den Entdeckern dieses Mikrokosmos wie Geschäftsleute aus Düsseldorf. Aus allen Diözesen Nordrhein-Westfalens reisen Besucher an, berichtet Vander. Und Höhepunkt des Jahres ist stets die große Sternwallfahrt der St. Matthias-Bruderschaften. Bis zu 1200 Pilger tummeln sich dann auf dem Gelände von Klein-Jerusalem.

Im Alltag ist die Kapelle ein kleiner, aber feiner Ort mit liturgischem Leben. Wortgottesfeiern finden dort statt, und gerne wählen Brautleute das Gotteshaus als Ort ihrer kirchlichen Trauuung. Eine kulturell hochkarätige Matinee hat in der Kapelle ihren Ort wie auch eine Mitternachtsmette in der Unterkirche, welche das Weihnachtsfest zu einem ganz besonderen spirituellen Moment verdichtet.

All dieses wäre nicht möglich ohne Brigitte Vander und das Engagement der Interessengemeinschaft und weiterer Freunde und Förderer, etwa der örtlichen Schützen oder auch des Ritterordens zum Heiligen Grab zu Jerusalem, dessen Aachener Komturei die Vorsitzende in ihre Reihen aufgenommen hat. Netze knüpfen und für die Erhaltung der Kapelle zu nutzen, ist die große Kunst der Vorsitzenden.

Es gibt viel zu tun für Brigitte Vander und ihre Kollegen vom achtköpfigen Vorstand. Die Liste der Sanierungsprojekte ist lang und wird von oben nach unten abgearbeitet. Unzählige Ortstermine, Beratungen und Verhandlungen begleiten jedes dieser Projekte, seien es neue Handläufe für die Treppen zur Unterkirche oder die fachgerechte Restaurierung von Skulpturen.

Mit im Spiel sind das Bistum, die Denkmalbehörde, die Stadt Willich, örtliche Sponsoren, Künstler, Handwerker und weitere Personen und Gruppen. So verbergen sich weit mehr als 1000 ehrenamtliche Arbeitsstunden im Jahr hinter dem guten Zustand des Gebäudes. Mit viel Herzblut setzen sich Brigitte Vander und ihre Mitstreiter für diesen ganz besonderen Ort im Bistum Aachen ein.

Nähere Infos bei der Vorsitzenden: Tel. 02154/811929.


Von Thomas Hohenschue

Veröffentlicht am 24.02.2011

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